St. Laurentius Hohenhameln
 
Aussenansicht
 
Außenansicht
 
Hohenhameln wird im Jahre 1143 als "Hamele" urkundlich erwähnt. Ab dem 13. Jahrhundert wird Hohenhameln "Honhamelen" genannt. Das Dorf war damals schon auf Peine und Hildesheim ausgerichtet. Der damalige Hildesheimer Bischof war nicht nur Landesherr von Hohenhameln, sondern geistlicher Leiter des hier bestehenden Archidiakonates. Die Haupt- und Taufkirche trug das Patronzinium des heiligen Laurentius. Im Jahr 1500 war das Archidiakonat mit dem Mauritiusstift in Hildesheim verbunden. In der Fehde, die Bischof Barthold II. (1480-1502) von Hildesheim mit der Stadt führte, wurde Hohenhameln mit seiner alten Haupt- und Taufkirche zerstört; das Gotteshaus wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts durch einen Neubau ersetzt. Im August 1542 drängte der Altstädter Rat auf die Annahme der Reformation. Schon im September 1542 wurde ein evangelischer Geistlicher eingesetzt. 1650 wurde erstmals nach der Reformation wieder die heilige Messe in den Privaträumen gefeiert. Hildesheimer Jesuiten bauten 1651 einen großen Saal zu einer Notkapelle um. Das mittelalterliche Patrozinium wurde von der neu entwickelten katholischen Pfarrei übernommen. Ein Kirchenneubau enstand 1711. Das Gotteshaus war in einfacher Bauweise und mit bescheidenen Baustoffen errichtet worden.

Die jetzige St. Laurentiuskirche wurde in den Jahren 1912-1913 erbaut. Es entstand unter der Aufsicht des Baumeisters Johann Just (Stade) eine verputzte Saalkirche. In den Jahren 1943-1947 stieg die Anzahl der Katholiken von etwa 450 auf ca. 4083. Hierfür waren die heimatvertriebenen Flüchtlinge aus den Ostgebieten ausschlaggebend. Zur Zeit zählt unsere Gemeinde 1927 Gemeindemitglieder. 

Webmaster: Christian Heimann, c.heimann@tu-bs.de letzte Änderung: 3. April 2000